STÜRMISCH, EISIG UND TROTZDEM TRAUMHAFT: SKITOUR ZUR NEUEN BAMBERGER HÜTTE

Es ist ein kalter Morgen an dem wir am Parkplatz beim Gasthof Wegscheid, am Ende des Kurzen Grundes in der Kelchsau, in die Tourenski einklicken. Eigentlich wollen wir ja auf den Tristkopf , doch die Bedingungen sind aufgrund der Wetterlage und der angespannten Lawinensituation (3) ungewiss.

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Die Morgenstimmung ist einfach unglaublich schön und obwohl das Auto -13°C anzeigt freuen wir uns auf die Tour.

Der Weg führt uns anfangs in einen wunderschönen verschneiten Wald: ein wahres Wintermärchen. Die Zeit vergeht schnell denn, die Waldlandschaft ist hier abwechslungsreich. Man geht neben einem halb zugefrorenem Bach, über viele kleine Brücken und kann die Schönheit der Natur einfach gut genießen.

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Nach einiger Zeit kommen wir auf eine Forststraße zum ersten Wegweiser, dem wir dann folgen. Hier geht es eine Weile auf dem Forstweg weiter, bis uns die Spuren auf die Abkürzung in etwas steileres Gelände führen.

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Die Aussicht ist wirklich ein Traum und wir genießen den Blick auf den Steinbergstein, der gerade immer mehr von der Morgensonne angeleuchtet wird. Bereits hier sehen wir, dass oben schon der angekündigte Föhnsturm ein wenig den Schnee verbläst.

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Der Blick auf die umliegende Bergwelt zeigt uns immer deutlicher, dass der Wind immer stärker wird. Auf dem Weg treffen wir zwei Skitourengeher, die auf der Hütte übernachteten und auch den Tristkopf zum Ziel hatten. Aufgrund des starken Sturms und einigen kleineren Lawinenabgängen, änderten auch sie ihre Pläne. Wir gehen jedoch weiter und wollen zumindest die Neue Bamberger Hütte erreichen.

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Weiter geht’s auf der Forststraße und der Wind wird zunehmend stärker. Wir lassen die Baumgrenze hinter uns und bekommen nun den ganzen Wind ab. Auf dem Weg waren kleine Lawinenkegel, die wir immer wieder queren und dabei die umliegenden Hänge skeptisch betrachten.

Dann kommen wir an der Kuhwildalm mit wirklich traumhafter Lage vorbei und müssen einige Meter runter zu einer Brücke, bevor wir den letzten Gegenanstieg zur Hütte machen.

Oben angekommen, der Wind bläst uns immer noch stark und frostig um die Ohren, gönnen wir uns eine kurze Pause zum Aufwärmen und Umziehen im Winterraum. Nach einer kleinen Stärkung fellen wir ab und machen uns auf den Rückweg.

Zuerst eine kleine Abfahrt bei der wir nicht viel sehen, da der Wind den Schnee so stark aufwirbelt, dass man nicht genau sagen kann wo oben und unten ist. Anschließen mit etwas Anstrengung das Flachstück retour bis zum Erreichen der Forststraße.

Bis zum Waldbeginn ist es noch recht stürmisch, aber dann beginnt der spaßige Teil der Tour: POW POW!

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Feinster, fluffiger Schnee und nicht mehr so viel Wind wie oben machen die Abfahrt perfekt. Auf dem letzten Abschnitt der Tour, entlang der Aufstiegsroute, durch den Wald, sind nun die Brücken und kleinen Rinnen mit Vorsicht zu befahren.

Wir kommen bestimmt wieder, aber dann geht’s mit Sicherheit auf den Tristkopf und/oder einen der vielen anderen Gipfel, sofern die Bedingungen passen. 😉

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